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Erste Emotionen online!

2. September 2010 · Keine Kommentare

oder Wenn Bilder wirklich mehr als 1000 Worte sagen

Seit gut 2 Wochen bin ich wieder zu Hause und versuche, wieder den Tritt zu finden. Es fällt mir sehr schwer wieder in die “Arbeitswelt” einzutauchen, vor allem dann, wenn ich am PC die Bilder von Alaska sortiere, anschaue und lösche. Zu viele Erinnerungen stehen in den Bildern. Von wegen Bilder: Für mich das keine Bilder, sondern schlicht weg Emotionen, welche mich durch die sechs Wochen begleiteten und heute noch mehr als nur präsent sind.

Nun habe ich es endlich geschafft, einige Emotionen im Blog zu platzieren. Die “Bilder” von Anchorage und Seward sind bereits online und von Tag zu Tag folgen mehr.
Also, folgt mir nach Alaska und taucht selber in die wunderschöne Welt im Norden von Amerika ein – es lohnt sich auf jeden Fall!

Herzliche Grüsse

Claude

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Home Sweet Home

24. August 2010 · 2 Kommentare

oder Mit dem Herzen noch in Alaska …

Keine Frage: es ist wieder schön zu Hause zu sein, meine Leute wieder zu sehen, in meinem Bett schlafen zu können, die Blogeinträge wieder mit ä, ö und ü zu schreiben, aber – und hier das grosse ABER -, mit dem Herzen und den Gedanken bin ich immer noch in Alaska …

Meine letzten Stunden in Alaskas grösster Stadt waren wie erwartet nicht abenteuerlich, aber dafür konnte ich sie in der Sonne und in der alaskanischen Wärme so richtig geniessen. Überhaupt hatte ich in der letzten Woche viel Glück mit dem Wetter, sodass ich sogar ein bisschen gebräumt nach Hause zurück kehren durfte.
Die letzten Momente vor dem Abflug in Richtung Chicago waren alles andere als einfach, denn bewusst, letzte Stunden und Momente an einem Ort verbringen mit der Gewissheit, dass man diesen verlassen wird, ist hart; sehr hart sogar.  Zu viele Erinnerungen, Erlebnisse und Gefühle sind mit dem Ort verbunden, als dass ich von einer Sekunde auf die andere einfach so weggehen könnte. Zum Glück aber sind Erinnerungen, Erlebnisse und Gefühle nicht vergänglich. So konnte ich die Zeit während den Flügen (welche nebenbei gesagt allesamt ohne Probleme verliefen) optimal überbrücken.

Mit der Landung in Zürich Kloten ging für mich ein ganz grosses, emotionales Kapitel zu Ende, aber das ganze Buch ist (zum Glück) bei weitem noch nicht geschrieben. Das Auspacken, das Überwinden des Jetlags, das Erzählen meiner Erlebnisse, das Sortieren und Betrachten der geschossenen Bilder usw. gehören ebenso zu meinem Abenteuer, wie auch die Verarbeitung des Erlebten. Dies gibt mir nun die Gelegenheit, gedanklich noch ein wenig in Alaska zu verweilen und die Zeit dort zu geniessen.

Keine Frage: es ist wieder schön zu Hause zu sein, meine Leute wieder zu sehen, in meinem Bett schlafen zu können, die Blogeinträge wieder mit ä, ö und ü zu schreiben, aber – und hier das grosse ABER -, mit dem Herzen und den Gedanken bin ich immer noch in Alaska …

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Ein Kuss fuer die Ewigkeit

18. August 2010 · 4 Kommentare

oder Der Prozess meines Lebens

Ja gut, das war’s – fertig - endeausamen! Gut, ich trete meine Heimreise erst am Freitag um 23.15 Uhr an, aber schon Morgen fliege ich zurueck nach Anchorage und diese Stadt kenne ich nun mittlerweile so gut, dass mich dort nichts mehr Spektakulaeres erwarten wird. Nach gut 6 Wochen quer durch Alaska gehe ich Morgen also dorthin zurueck, wo das ganz grosse Abenteuer am 10. Juli 2010 ihren Lauf genommen hat. Es waere vermessen zu sagen, ich fliege Morgen in meine “alaskanische Heimat”, denn diese ist – ohne wenn und aber – Sitka. Die Tage in Sitka sind schlicht und weg unvergesslich, vor allem der Abschiedskuss wird fuer die Ewigkeit halten!!

Langsam aber sicher fange ich an zu realisieren, welche einmalige Chance (und Luxus) ich gehabt habe, so lange durch eine der schoensten Gegend der Erde zu reisen. Mein Weg fuehrte durch abgelegende Gegenden und pulsierende Staedte, kreuzte Touristen und Ureinwohner und muendete in weitere Traeume und Visionen.
Es war nicht nur ein Weg - es war ein Prozess, gestuetzt auf meine  Laune, meinen Wuenschen und meine Intuition. Dieser Prozess hat mich wie schmutzige Waesche in der Waeschetrommel durcheinander geschleudert, Dinge erleben lassen, die ich fuer kaum moeglich gehalten habe, Einnerungen geschaffen, welche mich mein ganzes restliches Leben begleiten werden und schliesslich Gefuehle geweckt, die mich als Person hoffentlich noch lange zu praegen vermoegen.

Diese Chance diesen Weg zu gehen, solch einen Prozess erleben zu duerfen, wuensche ich jedem von euch von ganzem Herzen und schicke euch, wahrscheinlich zum letzen Mal aus Alaska, ganz liebe Gruesse.

Claude

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Auf dem Gipfel meiner Reise

15. August 2010 · 4 Kommentare

oder I am Sailing …

Meine Liebe zu Homer erhaehlt starke Konkurrenz, sogar sehr starke, denn Sitka ist schlichtweg traumhaft! Natuerlich tragen der blaue Himmel, die strahlende Sonne und die angenehmen Temperaturen zur idyllischen Perfektion bei, aber auch ohne das Postkarten-Wetter ist Sitka mehr als nur eine Reise wert.

Die Affaere mit Sitka begann sich mit dem Kajakfahren so richtig zu entflammen. Meine ersten Ruderbewegungen in meinem Leben waren grossartig und auch der Besuch der alten Militaerbunker der U.S. Army auf der Insel war sehr spannend und interessant.
Nachdem ich bereits in Homer Halibut-Fischen war, warf ich nun die Angelrute in Sitka erneut ins Meer, dieses Mal allerdings um Lachse zu fangen. In den letzten 30 Minuten des Fishing-Trips konnte ich dann endlich einen grossen Lachs an Bord ziehen, welcher am Abend im Hostel sogleich Nahrung fuer 6 Leute bot. Der Hostelbesitzer weihte mich in die Kuenste des Lachsgrillierens ein und zusammen mit dessen Frau und der Hilfe weiterer Hostelgaeste zauberten wir ein herrliches Menu auf den Tisch.

Am dritten Tag auf der Insel machte ich mich auf dem Weg zum Mt. Verstovia. Der Hausberg des Dorfes ist ca. 750 Meter (250 ft) hoch und bietet einen herrlichen Blick auf Sitka und das Meer. Als ich nach einem rund 2-stuendigen Aufstieg auf dem Gipfel angekommen bin, mich erschopeft ins Gras fallen lassen konnte, wusste ich, dass ich wortwoertlich den Gipfel, den Hoehepunkt meiner Reise erklommen habe.
Der Tag wurde schliesslich mit einem herrlichen Segelturn – traumhaftes Wetter, guter Wind und kuehles Bier inklusive – mit den Betreibern des Hostels in der Bucht von Sitka abgerundet.

Nun bin ich bereit, mich mental auf die Rueckkehr in die Schweiz vorzubereiten. Es wird mir sicher sehr schwer fallen, Alaska und die tolle Zeit zu verlassen, aber die Freude, meine Heimat und die Leute wieder zu sehen, trocknet die Abschiedstraenen doch ziemlich!

Liebe Gruesse aus dem Sueden von Alaska!

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Wenn Inseln im Nebel verschwinden

11. August 2010 · Keine Kommentare

Simsalabim und ich bin Sitka. Was schon in Sitka? Hier der genaue Ablauf der Ereignisse:

Nachdem ich in Fairbanks im “Schweizer-Hostel” eine sehr angenehme Nacht verbringen durfte, bestieg ich am letzten Samstag das Flugzeug in Richtung Juneau, allerdings mit einer Zwichenlandung in Anchorage. Beim erneuten Start traten dann allerdings technische Probleme auf, sodass wir erst mit einer 30-minuetigen Verspaetung abheben konnten, was ich noch einigermassen verkraften konnte, aber das Durchstarten beim 1. Landeanflug in Juneau war dann ein bisschen zu viel fuer meine Nerven … Schliesslich konnten wir aber ohne weiteren Probleme in Juneau landen.

Ich persoenlich finde die Hauptstadt von Alaska und Wohnsitz der Sarah Palin nicht unbedingt attraktiv. Erst als ich meinen deutschen Kollegen, den ich in Anchorage kennengelernt habe, per Zufall im Hostel in Juneau wieder traf, wurde es spannend. Zusammen besuchten wir einen Gleschter und erzaehlten uns unsere bisherigen Reiseerlebnisse.
Am Dienstagmorgen um 02.00 Uhr Lokalzeit betrat ich dann zum ersten Mal in meinem Leben eine Faehre und es war grossartig. Das oberste, bedachte Deck wurde mit Waermelampen beheizt, sodass man trotzdem an der frischen Luft auf Liegestuehlen uebernachten konnte. Was will man mehr, als wenn man am Morgen aufwacht und einen herrlichen Blick auf das Meer hat?

Nun bin ich in Sitka und logiere in den naechsten 4 Naechten in einem sehr tollen, von Schweizern betriebenen Hostel. Sitka ist eine sehr spannende und interessante kleine Stadt, mit herrlichem Blick auf zahlreiche kleine Inseln auf dem Meer. Und wenn der Nebel diese verschluckt und in den naechsten Minuten wieder ausspuckt, kommt man gleich auf mystische Gedanken & Geschichten.
Heute wage ich mich ins Kajak und hoffentlich kann ich in den naechsten Tagen noch nach Lachsen fischen gehen. 

Liebe Gruesse und Hopp Schwiiz!!

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